Telefon: 0221 - 94 98 76 54
Raschdorffstr. 27 · 50933 Köln

  • praxis_3

News: Preiswerte Zahnpasten schneiden gut ab

 

Der Preis der Zahnpasta ist auf jeden Fall kein Argument, beim Zähneputzen zu schludern. Denn auch bei preiswerten Zahnpasten gibt es sehr gute Produkte, wie die Stiftung Warentest in ihrem jetzt im aktuellen Heft 3/13 der Zeitschrift Test veröffentlichten Produktvergleich festgestellt hat.

Bewertet wurden handelsübliche Zahnpasten (ohne Spezialprodukte für schmerzempfindliche Zähne etc.). Dabei legten die Tester ihr Augenmerk auf den Schutz vor Karies durch einen ausreichenden Fluoridanteil und darauf, wie gut die Zahnpasta Verfärbungen entfernt. Beachtet wurde auch die Abrasivität der Pasten, und die Testergebnisse wurden entsprechend nach hohem, mittlerem und niedrigem und sehr niedrigem Abrieb eingeordnet.

Insgesamt wurden 20 Produkte getestet, im durchschnittlichen Preis 39 Cent bis 3,95 Euro für die Tube (31 Cent bis 5,25 pro 100 Milliliter). Drei Produkte wurden wegen des fehlenden Fluorids als „mangelhaft“ eingestuft: Lavera Neutral Zahngel, Sanfte Dental med Zahncreme Myrrhe und Ajona Medizinisches Zahncreme-Konzentrat.

Zu den Testsiegern gehört die preiswerte Dentalux Complex 3 Mint Fresh von Lidl, die Verfärbungen sehr gut entfernt, von den Testern wegen ihrer vergleichsweise hohen Abrasivität aber nur für unempfindliche Zähne ohne Putzdefekte empfohlen wird. Ebenfalls sehr gut beim Entfernen von Verfärbungen schnitt die preiswerte Perlodent Med von Rossmann ab. Mit „sehr gut“ bewertet wurden auch Colgate Total Original, Elmex Kariesschutz, Meridol Zahnpasta, alle in der Gruppe mit „mittlerem Abrieb“. Beim niedrigen bis sehr niedrigem Abrieb gab es kein „sehr gut“, bis auf Ajona („mangelhaft“, da ohne Fluorid) schnitten alle acht getesteten Zahnpasten mit „gut“ ab, Testsieger in dieser Gruppe war die Eurodont Aktiv fresh von Aldi Nord für 39 Cent die Tube. Die fluoridhaltigen Zahnpasten dieser Kategorie empfiehlt die Stiftung Warentest für Patienten mit freiliegenden Zahnhälsen.

Kritisch unter die Lupe genommen wurden auch die auf den Verpackungen und Tuben angegebenen Werbeaussagen, sie flossen zu 15 Prozent in die Bewertung ein. Dabei wurde geprüft, „ob zu den Werbeaussagen entsprechend unterstützende Stoffe deklariert waren“ (mit wissenschaftlich belegter Wirkung), so die Tester. Positiv sei dabei die Colgate Total Original aufgefallen, sie sei die „einzige Zahnpasta im Test mit unterstützendem Wirkstoff gegen Parodontitis“. Bei einigen anderen sei festgestellt worden, dass sie Wirkungen wie „Zahnfleischstärkung“ auslobten, entsprechende Wirkstoffe aber nicht enthalten seien.

Unterschiede zwischen den mit „sehr gut“ und „gut“ bewerteten Pasten gibt es bei den Punkten „Entfernung von Verfärbungen“ und „Deklaration und Werbeaussagen“. Vor allem bei den Zahnpasten mit niedrigem und sehr niedrigem Abrieb wurde erwartungsgemäß das Entfernen von Verfärbungen mit „befriedigend“ und „ausreichend“ bewertet.

Kritisch angemerkt wurde von den Test-Autoren allerdings, dass Angaben über die Abrasivität auf den Tuben meist fehlen: „In Drogerie und Supermarkt liegen Zahncremes mit jedem Abrieb im Regal – von sehr niedrig bis sehr hoch. Auf den einzelnen Verpackungen suchen Kunden diese Angaben aber meist vergebens.“ Dieses Thema und das Problem, dass die Angaben der sogenannten RDA-Werte oft wegen unterschiedlicher Definitionen international nicht vergleichbar sind, beschäftigt auch die Prophylaxe-Experten in der Wissenschaft und Herstellern, wie zum Beispiel im November 2012 auf dem Fachpressegespräch von Oral-B erläutert wurde.

Positiv zu vermerken ist beim Produkttest in der aktuellen Test-Ausgabe, dass er mit Erläuterungen und Aufklärung zum Thema Fluorid („Gefährdet Fluorid die Gesundheit?“) und einer bebilderten Beschreibung der richtigen Putztechnik ergänzt wurde, was den Nutzwert für die Leser erhöht.

Der Test „Zahnpasten“ ist im Heft 3/13 von Test nachzulesen und auf www.test.de (kostenpflichtig) zum Herunterladen bereitgestellt. Für das nächste Heft (erhältlich ab 22. März 2013) ist ein Beitrag mit einem Vergleich elektrischer Zahnbürsten angekündigt.

Quelle: Stiftung Warentest und www.dzw.de

01.07.2013